Archiv des Autors: Micha

Mein Brief an Trump und Kim Jong Un

Sehr geehrter Herr Donald Trump, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika!
Sehr geehrter Herr Kim Jong Un, oberster Führer der Demokratischen Volksrepublik Korea, Nordkorea!

Ich habe große Angst. Bin in großer Sorge. Über Ihre gegenseitigen Provokationen. Die der Anfang einer unbeherrschbaren Lawine der Vernichtung werden könnte.

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass ihr Vater Sie nicht mit Gewalt gezeugt hat. Ihre Mutter hat Sie unter Schmerzen auf diese Welt gebracht. Hat Sie mit Liebe und Hoffnung das erste Mal im Arm gehalten. Sie haben eigene Kinder. Was ihre Mutter wollte, war ihr Leben. Was Sie für Ihre nächsten Angehörigen wollen, wollen alle Menschen, die mit Liebe Leben gebären. Leben.

Die Traumata der Gewalt in uns, gewachsen in der Geschichte der Menschheit, im Erleben unserer Väter und Mütter, in der Angst, der Gier, der Selbstsucht. Der Rache. Dies und tausende andere Ursachen. Machen manche Menschen zu Verbrechern, auch zu Mördern. Und sind Zunder für mehr Gewalt. Für Krieg. Zerstörung. Tod. Einen todbringenden Kreislauf.

Ein Krieg zerstört. Millionen von Menschen müssen sterben. Millionen Mütter und Väter weinen. Länder werden unbewohnbar. Dieser Preis ist durch nichts gerechtfertigt. Wir Menschen müssen endlich begreifen, dass wir dem Leben verpflichtet sind. Nur dem Leben. Jeder Krieg, jede militärische Handlung, widerspricht dieser Verpflichtung. Gewalt bedeutet Tod. Zerstörung. Vernichtung. Jedes Lebens. Der Menschheit. Der Natur. Der Welt.

Ich bin dagegen. Ich bin für das Leben. Kein unnatürlicher Tod ist gerecht. Jeder nicht natürliche Tod widerspricht den Menschenrechten. Die Hinrichtung eines Mörders genauso wie die unzähligen Opfer eines terroristischen Anschlags. Daher haben sie unter keinen Umständen dieses Recht. Sie nicht. Ich nicht. Kein Opfer. Kein Richter. Kein Herrscher. Kein Machthaber. Kein Soldat. Kein Polizist. Kein einziger Mensch. Darf unter keinen Umständen den Tod bringen. Der immer nur noch mehr Gewalt nach sich ziehen wird. Wie uns die Geschichte lehrt.

Wir müssen dieser Spirale der Gewalt entgegen treten. Aus diesem Kreislauf der Gewalt ausbrechen. Keine Rache nehmen. Keine Vergeltung üben. Kein Auge um Auge, kein Zahn und Zahn. Alles  tun, um zu gesunden. Die Traumata anfangen zu heilen. Endlich. Entschieden. Und friedlich. Mit Worten. Mit Respekt. Mit Verantwortung. Vor den Anderen. Für die Freiheit. Vor dem Leben. Für das Leben. Jedes Lebens. Auch vor Ihren Leben, Herr Donald Trump, Herr Kim Jong Un.

Voller Angst und Sorgen verbleibe ich.

Michael Kuhrau

Link: http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-08/korea-konflikt-nordkorea-drohung-angiff-guam

Über das Vertrauen

Wenn wir vertrauen können, dann können wir lieben. Wenn wir dieses vertrauen können von klein auf gelernt haben, so kann das unsere Kraft sein, für unser Leben, für unsere Liebe. Vertrauen und Liebe gehören zusammen. Vertrauen haben, lernen wir als Kind. Wenn wir Eltern erleben, denen wir vertrauen können, wenn wir aber diese Eltern nicht hatten, oder nicht immer, nur teilweise, dann bringt uns das als Kind ins Ungewisse. Wir spüren unseren Wunsch, wir erleben die Nähe unserer Eltern, und dann wieder die Ferne, die sich aus dem sein unserer Eltern ergibt. Aus dem, wie sie sind, in ihrem Leben. Geworden sind. Leben. Geben sie uns die Sicherheit, die Geborgenheit, den Trost? Handeln sie verlässlich, so das unsere Kinderseele sie versteht, ohne die Angst, etwas falsch zu machen, nicht zu genügen? Dieser Zwiespalt ist eine Quelle unserer Angst. Können wir vertrauen? Dem anderen? Uns selbst? Leben wir ein Leben, das uns zu Menschen macht, dem andere vertrauen können? Andere konnten meinen Vater vertrauen, baten ihn um Rat, kauften bei ihm ein. Ich konnte das nicht, ihm vertrauen, er war für mich als Kind unberechenbar. Das ist eine schwere Bürde.

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Die Natur des Menschen

Der Mensch, in seinem Denken, sucht nach einen Sinn. Den Sinn des Lebens. Die Menschen wählen einen Führer – wenn sie Glück haben. Der Wohlstand verspricht. Und sehen nicht die Lügen, die hinter diesen Versprechen stehen. Der Mensch will glauben. Er sieht nicht, dass es dem Führer um die Macht geht, und die Erfüllung seines eigenen Wohlstands. Der Mensch sucht nach einen Sinn. Und kann es nicht der Wohlstand sein, so ist es der religiöse Glauben. Und er hört auf die, die diesen verkünden. Und die vielleicht das Andere zerstören. Mit Gewalt. Ohne Anerkennung des Lebens. Und ist es nicht der religiöse Glaube. So ist es das politische Ideal. Die radikale Gewalt vielleicht. Die Angst verbreitet. Spaltet. Zerstört. Nicht anerkennen kann, das Andere, das Leben. Ist das die Natur des Menschen?

Wir leben in einer Gesellschaft, einer Welt, in der nur eins wirklich zählt: Was habe ich. Was leiste ich. Das wird bewertet, von anderen. Das wird beurteilt und darauf ist das System ausgelegt, dass der Mensch möglichst immer funktioniert. Das Schulsystem lehrt unsere Kinder von klein auf, dass die Noten das Wichtigste sind. Du wirst verglichen und bewertet. Musst mitmachen, dich beweisen. Der Druck auf Sportler ist immens hoch. Bis sie zu unerlaubten Doping greifen. Um zu bestehen und noch mehr zu leisten. Aber welche Folgen hat das für den Körper, für die Seele? Was bringt diese Gier? Das Gesundheitssystem will uns „arbeitsfähig“ machen. Medikamente, Therapien dienen diesem Zweck. Gesund sein heißt, arbeiten zu können, leistungsfähig zu sein, als ein Teil dieses Systems. Damit lässt sich Geld verdienen. Doppelt. Die Menschen als arbeitendes, funktionierendes Werkzeug. Und die Menschen, als Konsumenten.

Ist das die Natur des Menschen?

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Sorgen zu verschenken 

Werde ich morgen noch Arbeit haben
Wird meine Frau ich liebe dich sagen

Wird die Sonne wieder scheinen
Wird den Kindern das unbeschwerte Lachen bleiben

Wird mein Auto anspringen
Werden früh morgens die Vögel singen

Wird der Terror weiter morden
Macht mir ein Husten jetzt Sorgen

Werden die Marienkäfer fliegen
Werden die Gefühle siegen

Wird der Kastanienbaum blühen
Wird das Feuer in mir noch glühen

Können wir der Demokratie vertrauen
Wird ein Herrscher sein Schloss sich bauen

Werden die Menschen weiter Lügen verbreiten
Wird die Vernunft uns leiten

Wird einer seinen Nachbarn verraten
Wirst du mich sehen und dich mit mir beraten

Wird Neid und Gier die Seele zerfressen
Findet meine Katze noch genügend zu essen

Werden wir weiter auf Kosten anderer leben
Wird die Erde dann beben

Wird das Gemeinsam unser Streben sein
Oder bleiben wir doch allein

Wird der Hass unsere Sinne betören
Wird der Mensch unsere Welt zerstören

Wird Liebe unsere Seele heilen