Archiv der Kategorie: Gedanken zur Zeit

Denken und Fühlen

Der Mensch denkt. Er überlegt. Er forscht. Der Mensch entwickelt. Erfindet. Er entdeckt. Der Mensch probiert. Urteilt. Beweist. Der Mensch verwirft. Irrt. Ändert die Richtung seiner Gedanken. Das Denken macht den Menschen aus. Der Mensch glaubt, das unterscheidet ihn. Er ist das beste, das am weitesten entwickelte, Geschöpf. Weil er denkt. Weil er weniger seinen Instinkten folgt. Wie Tiere. Wie er glaubt. Sondern weil er denkt. Damit fühlt er sich überlegen. Damit hebt er sich ab. Denkt der Mensch.

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Zerstörung

Unsere Bundeswehr ist gut. Wir brauchen sie. Wir brauchen Menschen, die unser Land verteidigen. Freiwillige, die motiviert sind, bis an ihre Grenzen zu gehen. Und darüber hinaus. Körperliche Anstrengung, um auch extremste Situationen zu meistern, müssen trainiert werden. Ausdauer muss geübt werden. Befehle müssen ausgeführt werden. All das muss funktionieren, ohne wenn und aber. All das braucht ein Land, um sich verteidigen zu können. Aber es gibt eine Grenze. Es gibt Einheiten, die eine mehr als 80 % hohe Abbrecherquote haben. Warum? Hier herrscht rohe Gewalt. Man wird isoliert, man leistet die größte Anstrengung und wird nur niedergemacht. Die Seele wird gebrochen. Zum Schutz des Landes? Oder, um Menschen zu gefühlskalten Maschinen zu verwandeln, um jeden anderen, egal ob Feind, Frau oder Kind, ohne jede Gefühlsregung, eiskalt eliminieren zu können, oder auch vergewaltigen und foltern, ohne auch nur einen Gedanken über Recht oder Moral zu denken? Und noch weniger zu fühlen? Menschen werden abgerichtet zu Robotern. Diese Einheiten gibt es, hier bei uns in Deutschland, im 21. Jahrhundert. Das ist ein Skandal. Aber es scheint gewollt. Leider. Denn so ist das keine Verteidigungsarmee, so wird das zu einer Angriffsarmee, die als Ziel die Vernichtung hat. Die jedem Recht auf Leben entgegen steht. Das ist Krieg im eigenen Land. Es vernichtet nicht nur die Soldaten, die ihre Seele verloren haben, es vernichtet ihre Angehörigen, ihre Kinder, die in einer Welt ohne Liebe, in eisiger Gefühlskälte aufwachsen, in der nur diese Seelenlosigkeit weiter lebt. Mein Vater hatte sich im Krieg verloren. Krieg im eigenen Land. 

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Zurück zur Einfachheit

Nicht zum Großen
Nicht zum Schweren
Zum Komplizierten

Nicht zur Mode
Nicht zum Glitzer
Zum teuren Schnickschnack

Nicht zum mehr und immer mehr
Nicht zu dem was andere meinen
Nicht zu dem wo andere einfach nur mitlaufen

Nicht zurück zur Gedankenlosigkeit
Und noch weniger zurück zur Gefühlskälte
Nicht zurück zu Vorwürfen

Die ein miteinander reden
Ein einander verstehen
So unmöglich machen

Nicht zurück in eine andere Zeit
Nicht zurück in die Vergangenheit
In die Unmenschlichkeit

Nicht zurück in den gierigen Reichtum
Nicht in die Bürgerlichkeit
In das elitäre Spießertum

Nicht zurück in die
Verantwortungslosigkeit
In das Unverständnis

Zurück zur Einfachheit
Die den Menschen
Nicht überfordert


Für Felix

Ein Strauss „guter“ Ideen

Sexuelle Übergriffe von Männern. Überall. Wo es Abhängigkeiten gibt. Hierarchien. Sexismus. Machtspiele. Nichts anderes. Und dabei die Lust zu empfinden. Zu kommen. Zu zeigen. Wer Mann ist. Ein Mann. Der herrscht. In der Not verkaufen Eltern ihre Mädchen. Je jünger, umso besser. Verheiraten sie. An reiche alte Männer. Und genügt die Frau nicht mehr, wird eine neue gekauft. Wen kümmern das Leid, das Schicksal einer Frau? Wo besser als im Sex kann Mann sein Ego stärken. Sehen. Sein. Koste, was es wolle. Egal was Frau dabei empfindet. Was sie fühlt. Was es für sie bedeutet. Als Objekt der Begierde der Männer. Vielleicht sollten Männer das einfach legalisieren. Als ein Naturgesetz. Umso mächtiger wäre doch der Mann. Ist doch eine „gute“ Idee, oder?

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