Archiv der Kategorie: Gedanken

Die Grenze des Wachstums ist erreicht

Das wirtschaftliche System ist auf Wachstum ausgerichtet. Der Umsatz, mehr noch der Gewinn müssen weiter gesteigert werden. Man braucht diesen Gewinn, um zu investieren, expandieren und neu Märkte zu schaffen. Um mehr Umsatz zu generieren. Mehr und mehr. Immer weiter. 

Ach, man kann nicht mehr Geld mit der Entwicklung neuer Antibiotika verdienen? Dann stellen die großen Pharmakonzerne die entsprechende Forschung rundweg ein. Ach, wir benötigen noch weitere Flächen für die Landwirtschaft, brennen wir doch einfach den Regenwald ab. Ach, der Berg steht der Kohle im Weg, sprengen wir ihn doch weg, der Krater gibt doch einen schönen See. Ach, das bisschen Chemie stört doch nicht, beim Herauspressen des Erdgases aus dem tiefen Gestein.

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Sexualität zur Rettung der Welt

Die Sexualität von Männern scheint mir oftmals sehr verquer zu sein. Für Männer ist es scheinbar das Wichtigste, die eigene Lust zu leben. Darauf ist alles abgestimmt. Der Mann geht notfalls zu einer Prostituierten, um sich zu befriedigen. Im Geschäft mit Sex werden Frauen, oft auch sehr junge Frauen, zu einer Ware. Sie verkaufen ihren Körper, sich selbst. Und die Männerwelt verdient doppelt: als Freier und als Kunde. So werden Frauen erniedrigt und zutiefst verletzt. Hauptsache er. Der Mann. Ein Abenteuer, ein Verhältnis zu einer anderen Frau, ein Harem, alles scheint nur seiner Befriedigung zu dienen. Notfalls mit Gewalt, selbst eine Vergewaltigung ist für manche Männer der rechte Weg. Vergewaltigung als Folter kann sich nur eine Männerwelt ausdenken. Hier zeigt sich deutlich das Bild einer egoistischen Männerwelt. Hauptsache die eigene Lust wird befriedigt. 

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Warum ich nicht erfolgreich bin und es auch nie sein werde

Als junger Mann habe ich eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann gemacht. Hertie in Neukölln hatte mich nicht angenommen, aber die damalige Leiterin der Ausbildung des KaDeWe stellte mich ein. So absolvierte ich drei Lehrjahre mit Erfolg und wurde danach angestellt. Aus mir ist dennoch kein geborener Verkäufer geworden. Das KaDeWe hatte damals noch eine andere Ausrichtung als heute der Einzelhandel. Natürlich musste auch Umsatz erwirtschaftet werden, aber Bedeutung wurde ebenso darauf gelegt, qualitativ gute Produkte zu verkaufen. Man musste keinem Kunden etwas aufschwatzen. Wer in der heutigen Zeit, zum Beispiel in einem Outlet Center, einkauft, der kann durchaus Markenprodukte günstiger erhalten, aber oftmals an die Bedingung geknüpft, mehr zu kaufen, als er braucht. In der Handelsspanne ist der mögliche Rabatt an Kunden sowieso einkalkuliert. Was alleine zählt, ist der Umsatz am Abend. Das ist Kapitalismus pur. Ich könnte das nicht. Als Verkäufer Menschen etwas verkaufen, was sie nicht wollen. Nicht brauchen. Und dabei mich verkaufen. 

Ich kann mich nicht verkaufen. Das ist bestimmt ein Grund, warum ich nicht erfolgreich bin. Aber was heißt erfolgreich? 

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Demagogen

Mit einfachen Worten erreichen sie uns. Wir meinen, sie sprechen unsere Sprache. Wir meinen, sie stehen mit uns auf einer Ebene. Sie sagen es doch. Wir, wir sind das Volk. Wir meinen, sie verstehen uns. Sie sind mit uns. Sie sind einer von uns. Also glauben wir ihnen. Es wird schon stimmen. Es ist subtil, es ist einfach. Es gibt zwar Stimmen, die sagen, dass sie Lügen verbreiten könnten. Aber das sind die anderen. Unsere Feinde. Die das meinen. Die sollen doch gehen. Wir sind das Volk. Wir lügen nicht. Wir zeigen euch doch nur eine Alternative. Eine alternative Wahrheit. Eine Provokation, ein kleiner Skandal, und von ihnen wird geredet, geschrieben, in den Medien wird berichtet. So erreichen sie uns. Es ist doch einfach, an klare Worte zu glauben. Ihr Denken ist schwarz oder weiß, gut oder schlecht. Schuld haben die anderen. Die uns bedrohen. Und wir sind entlastet. Wir wollen gut sein. Wir glauben ihnen. An ihre Wahrheit. Ihre einzige Wahrheit. So wie wir an Gott glauben. Den einzigen Gott. Ein Glauben gibt uns Kraft, gibt uns einen Sinn. So glauben wir auch ihnen. Unseren Führern. Das Gute muss siegen. Das Gute muss das Schlechte bekämpfen. Unseren Feind. Der uns bedroht. Für sie ziehen wir in den Krieg. Für sie kämpfen wir. Unter Kugelhagel, im Bombenkrater, blutüberströmt, im Sterben liegend, geht uns vielleicht ein Licht auf. Erkennen wir, dass wir in ihre Falle geraten sind. Ihnen auf den Leim gegangen sind. Wie die Ratten dem Rattenfänger, und seiner so schönen, einfachen Musik. Dass sie uns geführt haben, wie Marionetten an Schnüren. Wie es ein Führer eben macht. Aber es ist zu spät. Wir lassen unser Leben für sie. Wir opfern unsere Demokratie. Wir opfern unsere Kinder. Unsere Zukunft. Aber, das sagt doch der Andere, der Feind. 

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