Socke

Wenn wir meinen, alles zu verstehen, alles ausrechnen zu können, alles zu wissen, dann wird morgen etwas geschehen, was wir im Leben nicht glaubten, das es passieren könnte.

Samstag früh schafften es die Katzen Karo und Socke irgendwie, die Haustür auf zu bekommen. Als wir es merkten, war es zu spät. Die herzkranke, neugierige Katze Karo kam gleich rein ins Haus, der eher ängstliche Socke blieb verschwunden. Wir suchten am Morgen, wir suchten am Nachmittag. Wir hängten Aushänge aus. Wir weinten. Voller Sorge. Wir suchten am Abend, in der Nacht. Verloren den Mut. Und nicht doch auch die letzte Hoffnung. Die Zeit schien stehen zu bleiben. Am Sonntagvormittag verteilten wir unsere Suchzettel noch in den Briefkästen unserer nahen Nachbarn im Dorf. Mehr konnten wir nicht tun.

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Mein Brief an Trump und Kim Jong Un

Sehr geehrter Herr Donald Trump, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika!
Sehr geehrter Herr Kim Jong Un, oberster Führer der Demokratischen Volksrepublik Korea, Nordkorea!

Ich habe große Angst. Bin in großer Sorge. Über Ihre gegenseitigen Provokationen. Die der Anfang einer unbeherrschbaren Lawine der Vernichtung werden könnte.

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Über das Vertrauen

Wenn wir vertrauen können, dann können wir lieben. Wenn wir dieses vertrauen können von klein auf gelernt haben, so kann das unsere Kraft sein, für unser Leben, für unsere Liebe. Vertrauen und Liebe gehören zusammen. Vertrauen haben, lernen wir als Kind. Wenn wir Eltern erleben, denen wir vertrauen können, wenn wir aber diese Eltern nicht hatten, oder nicht immer, nur teilweise, dann bringt uns das als Kind ins Ungewisse. Wir spüren unseren Wunsch, wir erleben die Nähe unserer Eltern, und dann wieder die Ferne, die sich aus dem sein unserer Eltern ergibt. Aus dem, wie sie sind, in ihrem Leben. Geworden sind. Leben. Geben sie uns die Sicherheit, die Geborgenheit, den Trost? Handeln sie verlässlich, so das unsere Kinderseele sie versteht, ohne die Angst, etwas falsch zu machen, nicht zu genügen? Dieser Zwiespalt ist eine Quelle unserer Angst. Können wir vertrauen? Dem anderen? Uns selbst? Leben wir ein Leben, das uns zu Menschen macht, dem andere vertrauen können? Andere konnten meinen Vater vertrauen, baten ihn um Rat, kauften bei ihm ein. Ich konnte das nicht, ihm vertrauen, er war für mich als Kind unberechenbar. Das ist eine schwere Bürde.

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Die Natur des Menschen

Der Mensch, in seinem Denken, sucht nach einen Sinn. Den Sinn des Lebens. Die Menschen wählen einen Führer – wenn sie Glück haben. Der Wohlstand verspricht. Und sehen nicht die Lügen, die hinter diesen Versprechen stehen. Der Mensch will glauben. Er sieht nicht, dass es dem Führer um die Macht geht, und die Erfüllung seines eigenen Wohlstands. Der Mensch sucht nach einen Sinn. Und kann es nicht der Wohlstand sein, so ist es der religiöse Glauben. Und er hört auf die, die diesen verkünden. Und die vielleicht das Andere zerstören. Mit Gewalt. Ohne Anerkennung des Lebens. Und ist es nicht der religiöse Glaube. So ist es das politische Ideal. Die radikale Gewalt vielleicht. Die Angst verbreitet. Spaltet. Zerstört. Nicht anerkennen kann, das Andere, das Leben. Ist das die Natur des Menschen?

Wir leben in einer Gesellschaft, einer Welt, in der nur eins wirklich zählt: Was habe ich. Was leiste ich. Das wird bewertet, von anderen. Das wird beurteilt und darauf ist das System ausgelegt, dass der Mensch möglichst immer funktioniert. Das Schulsystem lehrt unsere Kinder von klein auf, dass die Noten das Wichtigste sind. Du wirst verglichen und bewertet. Musst mitmachen, dich beweisen. Der Druck auf Sportler ist immens hoch. Bis sie zu unerlaubten Doping greifen. Um zu bestehen und noch mehr zu leisten. Aber welche Folgen hat das für den Körper, für die Seele? Was bringt diese Gier? Das Gesundheitssystem will uns „arbeitsfähig“ machen. Medikamente, Therapien dienen diesem Zweck. Gesund sein heißt, arbeiten zu können, leistungsfähig zu sein, als ein Teil dieses Systems. Damit lässt sich Geld verdienen. Doppelt. Die Menschen als arbeitendes, funktionierendes Werkzeug. Und die Menschen, als Konsumenten.

Ist das die Natur des Menschen?

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